Lebenszeichen :)

Wirklich zu berichten gibt es nichts. Es ist nichts aufregendes geschehen. Der inzwischen wirklich herbeigesehnte Termin bei der Neurologin/Psychiaterin, wurde leider verschoben. Auch Ärzte werden mal krank. Auf die paar Tage länger kommt es jetzt auch nicht mehr an. Zumal der Winter es sich ja offensichtlich dieses Jahr sehr lange überlegt hat und sich jetzt nochmal volle Breitseite bemerkbar macht.

Mir ist wichtig, dass ich, wenn der Frühling wirklich sichtbar ist, wieder fitter bin als die letzten 10 Monate.

 

Das einzige was ich vielleicht berichten kann, liegt noch ziemlich in der Zukunft.

Ich habe schon längere Zeit einen ehemals guten Kumpel, jetzt gute Freundin. Sie hat sich sehr spät erst gefunden und noch später geoutet. Beim Outing gegenüber der Mama, bin ich auf Wunsch zur Rückenstärkung damals als Begleitung mit. Etwas später wurde ich dann gefragt, ob ich sie beim letzten, zur kompletten Umwandlung notwendigen Schritt, denn auch begleite.

Natürlich komme ich da auch mit. Zum einen kenne ich diese Op, so wie sie eben in Deutschland weitgehend durchgeführt wird und Händchenhalten oder Trösten, kann ich auch. Ich kann gut verstehen, wenn man nach einer Op wieder langsam wach wird, ist ein bekanntes und vertrautes Gesicht sehr angenehm.

Tja, nun soll der Eingriff in Thailand gemacht werden. Vom Umwandungs-Op-Gott. (Korrekt heißt dieser Eingriff: Geschlechts-angleichend, das Äußere wird dem Inneren angeglichen)

Also werde ich Anfang nächsten Jahres, für voraussichtlich drei Wochen, nach Thailand fliegen. Es gibt für die Begleitpersonen, ein direkt der Klinik angeschlossenes Hotel in dem ich dann untergebracht werde. Ich habe mir das im Internet schon mal angesehen. Am Ende wird das zwar für mich kein reiner Urlaub, aber so ein bissel dann eben doch. Warum und wie, sollte ich ansonsten zu solch einer Reise kommen.

Ich habe das auch schon mal mit dem Onkologen (weil ich sowieso einen Termin dort hatte) so weit abgesprochen. Aus seiner Sicht spricht nichts gegen diese Reise, wenn mein Zustand annähernd so ist wie jetzt. Außer einer Thrombose-Prophylaxe, der Auffrischung all meiner allg. üblichen Impfungen (was sowieso an der Reihe ist)  und vermutlich noch einer Hepatitis-B Impfung, gibt es nichts zu tun oder beachten.

 

Aber viel, viel, viel früher, gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Woche an der niederländischen Nordsee. Und weil das nicht all zu weit in der Zukunft liegt, freue ich mich schon darauf.

Diesmal wohnen wir in einer anderen Unterkunft. Im selben Ort, nur an einem anderen Ende. An einer Stelle, an welcher es keine hohe Düne zu übersteigen gibt, wenn man ans Wasser möchte. Eigentlich fast im Ortszentrum. So richtig privat und nicht in einer Touri-Siedlung. Wobei es an unseren bisherigen Unterkünften nicht wirklich etwas auszusetzen gab. Aber diese hohe Düne wird mit den Jahren nicht leichter zu übersteigen. Außerdem haben wir ja wieder den Hund dabei und da ist es einfach schön, wenn man leichter ans Wasser kommt und ringsrum ein wenig was los ist.

Wir hatten in den letzten beiden Jahren in unserer Herbstzeit dort ja immer ganz enormes Glück mit dem Wetter, also wirklich heftig Glück. Dieses Jahr fahren wir im Sommer. Da muss man das Glück vielleicht nicht überstrapazieren, weil es von Natur aus im Sommer meist sommerlich ist  🙂

 

Wenn sich an der Psycho-Front etwas grundlegendes tut, werde ich berichten. Diese elende Pennerei, Kraft- und Antriebslosigkeit, muss jetzt dann mal ein Ende haben. Im Umfeld werden langsam Stimmen laut, die für eine stationäre Hilfe sprechen.

Das möchte ich diesmal aber nicht. Das war in der letzten schlimmen Phase der richtige Weg, schon alleine um meinem damals noch bei mir lebenden Sohn, nicht weiter zur Last zu fallen. Aber jetzt lebe ich alleine und will das auch alleine und zuhause, wieder auf die Reihe bekommen. Pillen und von mir aus auch Therapie, aber von Zuhause.

Und dann geht’s an Meer . . .

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8 Gedanken zu “Lebenszeichen :)

    • Hallo ML;
      ich habe Deine Kommentarversuche bei den Spam-Kommentaren gefunden und hier her transportiert. Keine Ahnung warum das dort gelandet ist. Ich kann an den Spameinstellungen irgendwie nichts ändern, oder ich habe es einfach noch nicht gefunden.
      Der Link von Dir ist interessant. Ich hoffe, die Psychiaterin kann auch rausfinden, wieviel von meiner Müdigkeit einfach nur diese Fatigue ist und woher der Rest kommt.
      Auf einen sooo langen Winter habe ich auch absolut keinen Bock bääähhh

      Gruß

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  1. Liebe Sue,
    Du hast in einem anderen Blog das hier geschrieben :“Ich bin der festen Überzeugung, dass ein solches doch sehr konkretes vor Augen führen der eigenen Existenz, im Inneren eines jedes Betroffenen, mehr verändert, als zunächst angenommen, als von außen sichtbar und auch als einem lieb wäre. Auch damit kann eine übermässige Müdikeit zu tun haben.“
    Ich finde das sehr interessant und wollte Dich fragen wie Du das gemeint hast und ob Du vielleicht darüber mal einen extra Post machen könntest. Das ist ja für viele Krebspatienten interessant.

    LG

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    • Hallo ML,
      es wird keinen extra Post zu diesem Thema geben. Das läuft bei jedem Menschen anders. Das hat viel damit zu tun, wie man vor so einer Diagnose gelebt hat, wie viel man sich mit dem Thema eigener Tod im bisherigen Leben auseinander gesetzt hat, das Umfeld damit umgeht, etc.
      LG

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  2. Schade. Ich hatte den Post als guten Rat von Dir aufgefasst, dass es besser ist sich die eigene Existenz inkl. der Krankheit und dem Tod nicht ständig u. so deutlich vor Augen zu führen, weil das zu chron. Müdigkeit führen kann. Aber andererseits bist Du ja jemand der sich nicht öfter damit beschäftigt als unbedingt nötig (so kommt es zumind. in Deinen Posts rüber ) und hast das Problem trotzdem, also hab` ich da wohl was falsch verstanden.
    LG

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    • Hallo ML;
      ich habe mich, auch beruflich bedingt, viel mit dem Thema Tod und eigene Existenz beschäftigt. Das machen aber leider die wenigsten Menschen. Wenn da dann so aus dem Nichts so eine Diagnose kommt, kann das vieles und alles bisherige umwerfen oder verändern. Ich kenne z. B. einige Ehen, die daraufhin zerbrochen sind.
      Zu viele Probleme und Änderungen können auch zu Müdigkeit führen. Da macht der Kopf dann einfach zu und will Ruhe.
      Das sind aber alles nur Beispiele. Jeder Mensch tickt anders 😉
      Gruß

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