Reisen vs Ärger

Meine erste Reise dieses Jahr ist vorüber. Es waren wunderbare, erholsame Tage in Holland an der Nordsee. Auch dieses Jahr hat mich  Gabi  wieder eingeladen und wir hatten eine sehr schöne Zeit. Es war zwar auch dort ziemlich heiß, aber mit dem vom Meer kommenden Wind, waren die Temperaturen sehr gut auszuhalten. Wie auch in den vergangenen zwei Jahren, waren wir von jeder Mahlzeit die wir in irgendeiner Lokalität eingenommen haben, wieder mehr als begeistert. Die können dort einfach sehr gut kochen.

Für mich war es ein großer Fortschritt, über mehrere Tage, regelmässig und vernünftig zu essen. Das bringt natürlich auch gesundheitlichen Benefit, ganz abgesehen von der guten Laune die gutes Essen in netter Gesellschaft machen kann. Wir hatten wieder unsere Mädels-Tage. Ganz nach unserem Geschmack. Entspannt. Chillig, wie man ja heute wohl so sagt. Sehr chillig. Wir müssen nicht viel absprechen. Keine großen Erklärungen. Irgendwie paßt immer Eines zum Anderen. Völlig egal um was es geht. Wir hatten viele schöne Stunden am Meer, in Restaurants und unserer Unterkunft.

Die Kraft die ich in diesen Tagen getankt habe, ist jetzt auch bitter nötig.

 

Vor ein paar Wochen wurde mir mitgeteilt, dass die Haushaltshilfe nicht mehr von der bisherigen Stelle getragen/finanziert wird (es gab da eine entsprechende gesetzliche Änderung). Da ich aber heute noch mehr als früher darauf angwiesen bin, bedeutet das für mich nun eine riesige Aktion mit der Krankenkasse und dem MdK (medizinischer Dienst der Krankenkasse). Ich muss eine Pflegestufe (oder wie auch immer das aktuell gerade heißt)  beantragen. Der Antrag wird bei der Krankenkasse/Pflegeversicherung gestellt. Dann schickt die Krankenkasse ihr Kontrollorgan, den MdK zu mir nach Hause.

Üblicherweise sollte die Arbeitskraft die bisher bei mir eingesetzt war, dabei anwesend sein und mich unterstüzten. Das steht so auch in der vom MdK mitgeschickten Broschüre. Wird aber nix . . . die lassen mich hängen . . . :

Ich habe von dem bisher bei mir tätigen Pflegedienst, am Freitag vor einer Woche mitgeteilt bekommen, dass ab sofort, Montags 9.00 Uhr eine neue Kraft zu mir kommt. Ich wurde nicht gefragt, das war nicht abgesprochen und macht, so kurz vor dem anstehenden MdK-Termin auch überhaupt keinen Sinn (mit der bisher bei mir eingesetzten Dame habe ich guten Kontakt und auch sie hat keine Ahnung was das jetzt soll).  Da ich diesen Montag schon einen anderen Termin hatte, war ich gezwungen, diese Haushaltshilfe abzusagen. Seit Jahren ist der Einsatz bei mir immer Mittwochs und darauf habe ich natürlich auch all meine Termin abgestimmt. Nun hatte ich diese Woche überhaupt keine Haushaltshilfe und nächste Woche ist schon der Termin mit dem MdK. Eigentlich würde ich gerne platzen vor Wut und Frust. Friss oder stirb ist deren Devise. Entweder ich nehme das, was mit angeboten wird, oder es kommt überhaupt niemand. Im Notfall zieht immer das Totschlag-Argument mit dem Personalmangel (auch wenn das nachweislich nicht der Fall ist).

Glücklicherweise bin ich ja nicht so ganz fachfremd. Der MdK kontrolliert und überwacht nämlich auch die Pflegedienste. So gehe ich davon aus, dass der Herr, welcher mir angekündigt wurde, sich auch für die Art und Weise des Umganges dieses Pflegedienstes mit seinen Patienten/Kunden, interessiert zeigt. 

 

Was alles an Hilfsbedürftigkeit notwendig sein wird, nur um diese Haushaltshilfe wieder zu bekommen, ist unfassbar. Das geht mir alles derart gegen den Strich . . . . . ich bin soooo froh wenn das vorüber ist. Sollte ich dann tatsächlich irgendeine Pflegestufe bekommen und damit eine Haushalthilfe wieder finanzieren können, hat es sich der bisherige Pflegedienst aber so was von verschissen. Bisher wurde pro Stunde ca. 17.80€ bezahlt. Das ist der Tarif des bisher zuständigen Amtes und das wurde alles direkt und ohne mich abgewickelt. In Zukunft kostet die gleiche Stunde erheblich mehr . . . ich bin ja kein Amt.  Aber das was ich dann bezahlen muss, bekommt mit Sicherheit ein anderer Pflegedienst. Sinn macht das alles nicht. Die Haushaltshilfe wird deutlich teurer. Am Ende spart hier niemand wirklich. Nur dieses „Amt“ ist am Ende nicht mehr zuständig. Ich werde einen erheblichen Aufwand an Dokumentationen und Nachweisen betreiben müssen. Das ist eine zusätzliche Belastung. Finanziell ändert sich, wenn ich eine Pflegestufe erhalte, für mich überhaupt nichts. Ich habe wohl dann nur zusätzlich die Aufgabe der Verwaltung, etc. Aber Hauptsache irgendein ein Amt ist wieder raus und spart.

 

Und jetzt erst mal genug geschimpft.

 

Meine nächste Reise rückt in Sichtweite. Das Ziel ist Malaga in Spanien. Dort verbringe ich ein paar Tage als Babysitter. Direkt am Meer. Mit Pool und allem Schnick und Schnack. Mit einer ganz entzückenden kleinen Dame, die ich bereits seit zwei Jahren kenne. Wir werden auf jeden Fall viel Spass haben und ich kann diesen ganzen Mist hier für ein paar Tage vergessen und wieder neu Kraft schöfpen. Und um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen. Das ist keine bezahlte Tätigkeit. Ich bekomme Reise und Unterkunft gestellt und hüte dafür die Lütte. Das ist mehr als großzügig und ich habe keine Uhr auf die ich sehen werde. Ich freue mich sehr über diese Einladung und das „Hüten“ wird mir ein Vergnügen sein.

 

 

Noch etwas ganz anderes.

Gabi und ich bloggen ja beide hier bei WordPress und wir haben einen gemeinsamen „Troll“ entdeckt. Wir wissen Beide schon länger um was und wen es sich handelt. Ein Mann der sich als Frau ausgibt und sich in Blogs z. B. krebskranker Frauen als Betroffene ausgibt . . .   das geht gar nicht. Wir sind auch nicht die Einzigen, welche dieser Troll besucht.  Bisher haben wir unser Wissen nicht gezeigt. Aber damit ist nun Schluss. Über die Pathologie eines solchen Menschen äußere ich mich hier nicht. Aber so ein Verhalten ist nicht in Ordnung und da muss man sich wehren. Da es ausreichend Nach- und Beweise gibt, werden wir Beide demnächst einen kleinen Ausflug in die Gegend um Lauf an der Pregnitz machen. Dann ist Schluss mit der Vortäuschung falscher Tatsachen. Alles ist dokumentiert und niet-und nagelfest. Witzig ist es ja irgendwie schon, dass genau diese Menschen, die glauben im Internet dauerhaft Andere hinters Licht führen zu können, viel zu wenig Ahnung und Wissen um die ganze Technik haben und sich dadurch fast immer selbst ausliefern und das Erkennen und Finden am Ende ganz leicht machen. Sie haben die Fährte fast immer selbst gelegt. Man kennt das ja von den diversen Polizeiberichten über deren Nachforschungen in ähnlichen Fällen. Mehr werde ich hier nicht darüber schreiben. Fragen dazu werden nicht beantwortet. Wir handeln.

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6 Gedanken zu “Reisen vs Ärger

  1. Liebe Sue,
    Dass Du einen schönen Urlaub hattest, freut mich sehr… das von Dir geschilderte Problem bezüglich Haushaltshilfe ist ja eine Farce… das braucht Niemand… sowas macht mich einfach nur wütend…
    Was den Termin (MDK) betrifft würde ich Dir raten entweder die bisherige HH nochmal zu mobilisieren, gefälligst an dem Gespräch teilzunehmen oder Du könntest eine Aufstellung Ihrer Tätigkeiten bei Dir erstellen und diese von ihr unterschreiben lassen (+Kopie vom Perso).
    Irgendwie muss das möglich sein… es kann ja wohl nicht sein, dass Du den Schaden hast… ich würde auch mal mit der KK sprechen und das Problem darstellen… schließlich handelt der MDK ja im Auftrag der Kasse und die Kasse kann evtl. dafür sorgen, dass der Termin verschoben wird, wenn Dir das lieber ist… UND:
    Pflegestufe heißt jetzt PFLEGEGRAD…
    Liebe Sue, ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass solche zusätzlichen Probleme bald der Vergangenheit angehören und alles zu Deiner Zufriedenheit abläuft.
    Lasse Dich nicht in eine Ecke drängen oder stressen und denke an die bevorstehende Zeit in Malaga…
    GANZ LIEBE GRÜßE UND VIEL GLÜCK,
    Su

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    • Hallo Su,
      egal wie es heißt, (ich werde mir das vielleicht merken können, wenn ich einen bekomme 😉 ) der Pflegedienst hat mich hängen lassen und ich hau sie dafür beim MdK in die Pfanne.
      Vielen Dank für Deine lieben Wünsche.
      LG

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  2. Huhu Sue,

    ohja, diesen Mumpitz dieser Haushaltshilfen kenne ich ja auch noch aus meiner Krisenzeit. Einmal wöchentlich eine Stunde und einmal hat die Dame mir den Antrag für die Weiterbewilligung gezeigt, das war der pure Hohn. Sie musste mich dort um Galaxien hilfsbedürftiger darstellen (Haarekämmen!! nur als Beispiel), was einfach dämlich ist, denn ich brauchte das ja weniger wegen Bettlägerigkeit und mehr aus psychischer Instabilität heraus.
    Immerhin bist du aber wesentlich disziplinierter und konsequenter als ich, was solchen (eigentlich unvermeidlichen) Papierkram angeht.
    Das ist sehr viel wert, glaube mir…… mir fällt die Verschieberitits so oft auf die Füße.

    Ich drücke dir dann alle Daumen (und die Pfoten der Katzen mal noch dazu), dass du das zu deiner Zufriedenheit hinbekommst und Bescheidenheit sei nicht das Ziel! 😉

    Puh, Auswandern nach Spanien käme mir ja nicht in die Tüte, nicht mal mit Pool, Meer und Vollklimatisierung.

    Aber für dich ist es in jedem Fall eine schöne Sache, ein Kurzurlaub mit Beschäftigung, die dir eh eine Riesenfreude macht.

    (ich habe gerade mal bei Kachelmännchen geschaut – ist dort sogar jetzt richtig angenehmes Wetter, anders als hier. Wer hätte das gedacht? Immer diese Vorurteile ;))

    Post kommt heute auch noch, liegt eh schon fast fertiggeschrieben im Zwischenspeicher.

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    • Hallo Jenny,
      ich bin sehr froh, wenn dieser Zirkus wg der Haushaltshilfe endlich vorrüber ist. Schön dass Du auch hier mal was hinterläßt 😉
      Das mit dem Wetter habe ich auch gesehen und finde es lustig. Aber noch dauert es ein bisschen bis ich in den Flieger steigen kann.
      LG
      Sue

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      • Ich habe mir eben das neue Prozedere nochmal durchgelesen, um das zu verstehen.

        Weshalb hängt dort jetzt überhaupt der MdK mit drin, das ist doch die Überprüfungsstelle, die auch tätig wird bei EU-Rente, zB und Gutachten erstellt?

        Wegen einer HH so einen Aufwand?

        Meine Erinnerungen sind etwas verblasst, aber ich hatte definitiv nur ein einziges kurz gehaltenes Formular ausgefüllt; es ging da auch noch am Rande um eine Teilkostenübernahme durch Angehörige, dort wurden wir übrigens auch gar nicht bzw völlig falsch beraten.
        bzw nur mit mir gesprochen (ich hatte ja damals noch eine rechtl. Betreuerin, die war dabei plus jemand vom ASB).
        irgendwann als das schon eine Weile lief, erhielten meine Eltern Rechnungen über Kosten vom ASB, wovon die überhaupt nichts wussten, woher auch? Weder wren sie dabei bei der Antragstellung noch wurde ich auf diese „Kostenfalle“ hingewiesen. Was ich dann natürlich so niemals gehandhabt hätte, zumal die Betreuerin auch ganz genau wusste, oberstes Ziel war Zurückerlangung meiner Unabhängigkeit. Nach Kosten hatte ich sogar gefragt (für mich), darauf nur kurz: „keine!“
        Es ging zwar nur um einen Kleckerbetrag von knapp 40 Euro monatlich, aber dass Angehörige völlig ohne Beratung, Einverständnis und überhaupt Kenntnis für die Kostenübernahme herangezogen werden und dies dann per Rechnung (auch ohne jede weitere Erklärung) mitgeteilt wird, ist schon ein starkes Stück. Es gab dann auch Theater deshalb, denn meine Eltern dachten natürlich, ich hätte das gewusst und es absichtlich verschwiegen. Das konnte ich klären und sie glaubten mir auch und zahlten den Betrag dann über ein Jahr….. dennoch rege ich mich noch heute maßlos darüber auf, wie das abgelaufen war.

        Mit dem Dienst an sich hatte ich dann nie wieder was zu tun, nur mit den HH und einmal eine Vertragsverlängerung (auch die geschah ja mittels einem Formulars, das ich unterzeichnen sollte, und die HH wies mich dann fairerweise darauf wie, wie das abläuft mit den Anträgen und Bewilligungen. Ich hätte mir den ganzen Wust zu der Zeit wahrscheinlich nicht durchgelesen (jaja…^^) und wäre irgendwann aus allen Wolken gefallen, wenn mich ein MdK begutachtet hätte wollen. Dann wären sie mit ihrer Zustandsbeschreibung auch nicht durchgekommen.
        Verstehe es eh nicht, weshalb es diese Hilfe nicht auch für psychisch Kranke gab, dort hätte man ja bei den Fakten bleiben können.

        Vielleicht ist das ja der Grund für die Neuregelung. Die offenbar weit verbreitete „Mauschelei“, die komplett bekloppt ist, da niemand davon was hatte, ich brauchte ja wirklich HIlfe, es musste nur der Grund verbogen werden.

        Nun gibt es da richtige Gutachten, was es ja bei mir nicht gab, soweit ich mich erinnere, auch keine Schweigepflichtsentbindung für Ärzte oder eben Befunde…..

        Wäre auch möglich, dass das bei dir über ein ganz anderes Amt läuft als bei mir (also auch jetzt bereits). Bei mir war ja im Grunde das Betreuungsgericht involviert, ein Amt direkt gar nicht. Vermittelt wurde das durch den sozialpsych. Dienst.
        Deshalb hielt sich auch der Papierkram in Grenzen, da ja kein Amt mit drin hing.

        möglicherweise² gibts da auch verschiedene solcher Pflegedienste, bei mir wars wie gesagt, der ASB. Die das dann auch unterschiedlich abewickeln.

        Diese Neuregelung der Zuständigkeiten ist jedenfalls ein Monstrum, nur mehr Arbeit für alle und vor allem kann ich es auch gar nicht fassen, dass du nun für die Dokumentation zuständig bist.
        das ist ja ein Widerspruch iregendwie – jemand benötigt Hilfe und muss dann zum Schluss den richtig anstrengenden Krams doch wieder selbst machen. Irrsinn…

        Ich bin gespannt, wie dein Termin gelaufen ist mit MdK.

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      • Wie das am Ende dann alles wirklich laufen wird, muss sich erst noch zeigen. Ich habe da ganz unterschiedliche Angaben zu meinem Aufwand und meinen Pflichten. Der Antrag den ich dazu bei der Krankenkasse stellen musste, war kein einfaches Papier, obwohl ich mich mit Anträgen inzwischen ein wenig auskenne. So ganz ohne Unterstüztung hätte ich oft nicht wirklich sicher gewußt was zu schreiben oder wo das Kreuzchen zu machen ist. Diese Neuregelung gibt es seit 2017 und ich hatte bisher einfach nur Glück.
        Ich kann mir gut vorstellen, dass mit einer Betreuung, sehr vieles anders läuft als ohne. Betreuung ist für mich bisher kein Thema und ich hoffe, das bleibt so.
        Eine Schweigepflichtentbindung war bisher in dem Procedere nicht notwendig. Ich halte es aber in meinem Fall für sinnvoll, über die Diagnosen umfassend aufzuklären und zu informieren.
        Kosten welche irgendwann auf eine Familie zurückfallen, hätte mich auch gewaltig auf die Palme gebracht. 20 Jahre keinen Kontakt und dann gehen da irgendwelche Rechnungen hin ?? geht ja gar nicht.
        Am Ende beurteilt der MdK was an Pflegeaufwand notwendig ist und gibt der Krankenkasse eine Empfehlung. Die Krankenkasse entscheidet dann (innnerhalb ca 14 Tagen) wie es weitergeht.
        LG
        Sue

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