Mal wieder

Nach einer doch recht langen Pause, möchte ich mich mal wieder hier melden.

Es gab und gibt, eigentlich nicht wirklich viel zu berichten.

Der meiste Papierkram in Sachen Pflegegrad ist erledigt und die Dinge nehmen ihren Lauf. Es ist noch nicht jedes Detail geklärt und mit der Pflegeversicherung gestaltet sich alles etwas kompliziert, aber die für mich wirklich aufregenden und/oder anstrengenden Dinge, sind wohl überstanden.

 

In den nächsten Wochen steht der für mich sehr, sehr aufwühlende Gerichtstermin an. DerAnwalt, der sich von Anfang an mit der Angelegenheit beschäftigt hat, wird nicht anwesend sein. Er hat einen anderen Fachanwalt mit der Vertretung beauftragt. Diesen Vertreter lerne ich in den nächsten Tagen kennen. Ich hoffe, ich kann mir einen Eindruck über seine Kenntnis und das Engagement machen. Ändern kann ich an allem sowieso nichts. Aber ein Anwalt, der sich zumindest die Akten mal etwas genauer angesehen hat und einigermaßen interessiert wirkt, würde mich doch ein wenig ruhiger machen. Aber am Ende läuft es eben so wie es läuft. Ich rechne mit gar nichts mehr. Ich habe in den vergangenen Jahren einiges über unser Rechtssstem gelernt. Für die Anwälte in unserem Land, ist es völlig egal wie ein Verfahren ausgeht. Jedes Verfahren das von einem Anwalt vertreten wird, bringt ihm Geld. Daher wird dem Mandanten in Spe, natürlich jede Menge Blech erzählt, was die Aussichten angeht. Unsere Anwälte hier, werden nach Aufwand bezahlt. Ähnlich wie bei Architekten. In den USA z. B. sind Anwälte bei einem gewonnen Verfahren, an den auszuzahlenden Summen, beteiligt. So etwas steigert das Engagement natürlich enorm. Da ändern sich schlagartig alle Aussagen über einen möglichen Ausgang. Ein Verfahren, welches „eigentlich“ zum Scheitern verurteilt ist, oder keine guten Summen verspricht, wird dann natürlich nicht übernommen, oder eben nur gegen eine entsprechende Summe vom Mandanten. Mit entsprechenden Summen könnte man vermutlich auch einen hiesigen Anwalt zu etwas mehr Engagement bringen . . .  naja, das ist für mich keine Option. Also der Kennenlerntermin, ist mit einer gewissen Spannung für mich verbunden. Davon ist dann auch meine Verfassung vor und bei der Verhandlung ein wenig abhängig. Aber mal ganz abgesehen vom Ausgang an sich, ich hoffe inständig, dass der Verhandlungstermin dann endlich einen endgültigen Abschluß der gesamten Angelegenheit bringt.

 

In Sachen Krebs, gibt es keine Neuigkeiten. Im Dezember steht wieder mal ein CT auf dem Plan.

Aber ich rechne mit keinen Überraschungen.

Die Schlaf-Wach-Antriebsproblematik, habe ich inzwischen weitgehend im Griff. Nachdem X Antidepressiva so überhaupt keinen Erfolg gezeigt haben, konnte ich die Ärztin von meiner eigenen Therapie-Idee überzeugen. Es hat dann wieder ein bisschen gedauert, aber ich kann wirklich sagen, das Problem WAR ein Problem. Ich hoffe, das bleibt so. Meine gesamte Verfassung und auch  meine Stimmung, sind wieder da, wo ich sie gerne möchte. In meinem gesamten Umfeld fällt das auf. Ohne dass die betreffenen Personen von den vergangenen Problemen etwas wußten, fällt auf, dass ich zur Zeit einen völlig anderen, rundume wesentlich positiveren Eindruck mache. Die aktuellen Pillen sind Off-Label-Use und ich muss sie selbst bezahlen. Das ist es mir aber auf jeden Fall wert. Dieser Off-Label-Use ist auch der Grund, warum ich auf die Pillen hier nicht weiter eingehe und ich bitte, dies zu verstehen und zu akzeptieren.

Hauptsache ist:  es geht mir mal wieder erstaunlich gut und ich bin darüber ausgesprochen glücklich.

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