etwas wie eine Entscheidung

Nach einem sehr langen und gründlichen Gespräch mit dem neuen, hiesigen Anwalt sind die nächsten Schritte nun geklärt.

Der Anwalt läßt sich jetzt erst mal alle entsprechenden Unterlagen kommen. Er hat von mir sämtliche Schweigepflicht-Entbindungs-Erklärungen und kann sich noch zusätzliche Unterlagen bei den damals behandelnden Ärzten und Kliniken einholen.

Dann berät er sich noch mit einem befreundeten Arzt und läßt den auch mal alle Unterlagen durchsehen. Wenn das alles erledigt ist und sich die Meinung des Anwaltes dadurch nicht ändert, stellt er einen Antrag auf Prozeßkosten Beihilfe (PKH).

Sollte dieser Antrag abgelehnt werden ist die Angelegenheit gerichtlich erledigt. Dann ist nur nicht klar, wie ich die bis dahin dem Anwalt entstandenen Kosten (~800€) erstatten soll. Der Anwalt ist über meine wirtschaftliche Situation vollkommen aufgeklärt und weiß, dass ich so eine Zahlung nicht leisten kann und dass auch Ratenzahlungen bei meinem Einkommen nicht möglich sind. Ich gehe also davon aus, wenn er den PKH-Antrag stellt, geht er auch ziemlich fest davon aus, dass er genehmigt wird.

Wird der PKH-Antrag genehmigt, bekommt der Anwalt seine Kosten sozusagen vom Staat und die Angelegenheit geht in die Berufung.

Eigentlich war von dem Augenblick, als der neue Anwalt sich mit der Angelegenheit beschäftigt hat, klar, dass da im bisherigen Verlauf, einiges nicht gut gelaufen ist. Ob das nun an der Darstellung der Anwälte lag, oder daran, dass ich mich mit dem Thema lange Zeit nicht beschäftigen konnte, oder ob das Gericht den Sachverhalt einfach falsch verstanden hat, ist am Ende egal. Klar ist nur, es wurden völig anderen Dinge verhandelt, als das, was tatsächlich vorgefallen ist. Jetzt stellt sich dann die Frage, ob der Anwalt das dem Gericht mit dem PKH-Antrag deutlich machen kann und ob denen das ausreicht um grünes Licht für eine Berufung zu geben. Denn eine Berufung kann es nur mit PKH geben, da ich solche Kosten nicht mal im Traum leisten könnte.

Ich bin glücklicherweise inzwischen innerlich so weit vom Thema distanziert, dass ich irgendwie mit jedem Ende klar komme. Meine Einstellung zu Anwälten generell, hat durch diese Angelegenheit sehr gelitten. Wobei der neue Anwalt, eine ganz andere Kategorie ist und mir ein wenig Hoffnung gibt. Es wäre einfach sehr unbefriedigend, wenn die Angelenheit nun beendet wäre. Es wurde ja überhaupt nicht über das verhandelt, was ich geklagt hatte. Ich hatte sozusagen um Äpfel geklagt und das Gericht hat über Birnen geurteilt. Das ist einfach doof. Wenn das Urteil wirklich meine Angelegenheit betroffen hätte, würde ich das natürlich akzeptieren. Aber so, kann und mag ich die Sache jetzt nicht einfach auf sich beruhen lassen und der neue Anwalt sieht das ebenso.

Letztendlich liegt also die wirkliche und endgültige Entscheidung über den weiteren Verlauf, beim Gericht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s