Mal wieder

Nach einer doch recht langen Pause, möchte ich mich mal wieder hier melden.

Es gab und gibt, eigentlich nicht wirklich viel zu berichten.

Der meiste Papierkram in Sachen Pflegegrad ist erledigt und die Dinge nehmen ihren Lauf. Es ist noch nicht jedes Detail geklärt und mit der Pflegeversicherung gestaltet sich alles etwas kompliziert, aber die für mich wirklich aufregenden und/oder anstrengenden Dinge, sind wohl überstanden.

 

In den nächsten Wochen steht der für mich sehr, sehr aufwühlende Gerichtstermin an. DerAnwalt, der sich von Anfang an mit der Angelegenheit beschäftigt hat, wird nicht anwesend sein. Er hat einen anderen Fachanwalt mit der Vertretung beauftragt. Diesen Vertreter lerne ich in den nächsten Tagen kennen. Ich hoffe, ich kann mir einen Eindruck über seine Kenntnis und das Engagement machen. Ändern kann ich an allem sowieso nichts. Aber ein Anwalt, der sich zumindest die Akten mal etwas genauer angesehen hat und einigermaßen interessiert wirkt, würde mich doch ein wenig ruhiger machen. Aber am Ende läuft es eben so wie es läuft. Ich rechne mit gar nichts mehr. Ich habe in den vergangenen Jahren einiges über unser Rechtssstem gelernt. Für die Anwälte in unserem Land, ist es völlig egal wie ein Verfahren ausgeht. Jedes Verfahren das von einem Anwalt vertreten wird, bringt ihm Geld. Daher wird dem Mandanten in Spe, natürlich jede Menge Blech erzählt, was die Aussichten angeht. Unsere Anwälte hier, werden nach Aufwand bezahlt. Ähnlich wie bei Architekten. In den USA z. B. sind Anwälte bei einem gewonnen Verfahren, an den auszuzahlenden Summen, beteiligt. So etwas steigert das Engagement natürlich enorm. Da ändern sich schlagartig alle Aussagen über einen möglichen Ausgang. Ein Verfahren, welches „eigentlich“ zum Scheitern verurteilt ist, oder keine guten Summen verspricht, wird dann natürlich nicht übernommen, oder eben nur gegen eine entsprechende Summe vom Mandanten. Mit entsprechenden Summen könnte man vermutlich auch einen hiesigen Anwalt zu etwas mehr Engagement bringen . . .  naja, das ist für mich keine Option. Also der Kennenlerntermin, ist mit einer gewissen Spannung für mich verbunden. Davon ist dann auch meine Verfassung vor und bei der Verhandlung ein wenig abhängig. Aber mal ganz abgesehen vom Ausgang an sich, ich hoffe inständig, dass der Verhandlungstermin dann endlich einen endgültigen Abschluß der gesamten Angelegenheit bringt.

 

In Sachen Krebs, gibt es keine Neuigkeiten. Im Dezember steht wieder mal ein CT auf dem Plan.

Aber ich rechne mit keinen Überraschungen.

Die Schlaf-Wach-Antriebsproblematik, habe ich inzwischen weitgehend im Griff. Nachdem X Antidepressiva so überhaupt keinen Erfolg gezeigt haben, konnte ich die Ärztin von meiner eigenen Therapie-Idee überzeugen. Es hat dann wieder ein bisschen gedauert, aber ich kann wirklich sagen, das Problem WAR ein Problem. Ich hoffe, das bleibt so. Meine gesamte Verfassung und auch  meine Stimmung, sind wieder da, wo ich sie gerne möchte. In meinem gesamten Umfeld fällt das auf. Ohne dass die betreffenen Personen von den vergangenen Problemen etwas wußten, fällt auf, dass ich zur Zeit einen völlig anderen, rundume wesentlich positiveren Eindruck mache. Die aktuellen Pillen sind Off-Label-Use und ich muss sie selbst bezahlen. Das ist es mir aber auf jeden Fall wert. Dieser Off-Label-Use ist auch der Grund, warum ich auf die Pillen hier nicht weiter eingehe und ich bitte, dies zu verstehen und zu akzeptieren.

Hauptsache ist:  es geht mir mal wieder erstaunlich gut und ich bin darüber ausgesprochen glücklich.

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Reisen vs Ärger

Meine erste Reise dieses Jahr ist vorüber. Es waren wunderbare, erholsame Tage in Holland an der Nordsee. Auch dieses Jahr hat mich  Gabi  wieder eingeladen und wir hatten eine sehr schöne Zeit. Es war zwar auch dort ziemlich heiß, aber mit dem vom Meer kommenden Wind, waren die Temperaturen sehr gut auszuhalten. Wie auch in den vergangenen zwei Jahren, waren wir von jeder Mahlzeit die wir in irgendeiner Lokalität eingenommen haben, wieder mehr als begeistert. Die können dort einfach sehr gut kochen.

Für mich war es ein großer Fortschritt, über mehrere Tage, regelmässig und vernünftig zu essen. Das bringt natürlich auch gesundheitlichen Benefit, ganz abgesehen von der guten Laune die gutes Essen in netter Gesellschaft machen kann. Wir hatten wieder unsere Mädels-Tage. Ganz nach unserem Geschmack. Entspannt. Chillig, wie man ja heute wohl so sagt. Sehr chillig. Wir müssen nicht viel absprechen. Keine großen Erklärungen. Irgendwie paßt immer Eines zum Anderen. Völlig egal um was es geht. Wir hatten viele schöne Stunden am Meer, in Restaurants und unserer Unterkunft.

Die Kraft die ich in diesen Tagen getankt habe, ist jetzt auch bitter nötig.

 

Vor ein paar Wochen wurde mir mitgeteilt, dass die Haushaltshilfe nicht mehr von der bisherigen Stelle getragen/finanziert wird (es gab da eine entsprechende gesetzliche Änderung). Da ich aber heute noch mehr als früher darauf angwiesen bin, bedeutet das für mich nun eine riesige Aktion mit der Krankenkasse und dem MdK (medizinischer Dienst der Krankenkasse). Ich muss eine Pflegestufe (oder wie auch immer das aktuell gerade heißt)  beantragen. Der Antrag wird bei der Krankenkasse/Pflegeversicherung gestellt. Dann schickt die Krankenkasse ihr Kontrollorgan, den MdK zu mir nach Hause.

Üblicherweise sollte die Arbeitskraft die bisher bei mir eingesetzt war, dabei anwesend sein und mich unterstüzten. Das steht so auch in der vom MdK mitgeschickten Broschüre. Wird aber nix . . . die lassen mich hängen . . . :

Ich habe von dem bisher bei mir tätigen Pflegedienst, am Freitag vor einer Woche mitgeteilt bekommen, dass ab sofort, Montags 9.00 Uhr eine neue Kraft zu mir kommt. Ich wurde nicht gefragt, das war nicht abgesprochen und macht, so kurz vor dem anstehenden MdK-Termin auch überhaupt keinen Sinn (mit der bisher bei mir eingesetzten Dame habe ich guten Kontakt und auch sie hat keine Ahnung was das jetzt soll).  Da ich diesen Montag schon einen anderen Termin hatte, war ich gezwungen, diese Haushaltshilfe abzusagen. Seit Jahren ist der Einsatz bei mir immer Mittwochs und darauf habe ich natürlich auch all meine Termin abgestimmt. Nun hatte ich diese Woche überhaupt keine Haushaltshilfe und nächste Woche ist schon der Termin mit dem MdK. Eigentlich würde ich gerne platzen vor Wut und Frust. Friss oder stirb ist deren Devise. Entweder ich nehme das, was mit angeboten wird, oder es kommt überhaupt niemand. Im Notfall zieht immer das Totschlag-Argument mit dem Personalmangel (auch wenn das nachweislich nicht der Fall ist).

Glücklicherweise bin ich ja nicht so ganz fachfremd. Der MdK kontrolliert und überwacht nämlich auch die Pflegedienste. So gehe ich davon aus, dass der Herr, welcher mir angekündigt wurde, sich auch für die Art und Weise des Umganges dieses Pflegedienstes mit seinen Patienten/Kunden, interessiert zeigt. 

 

Was alles an Hilfsbedürftigkeit notwendig sein wird, nur um diese Haushaltshilfe wieder zu bekommen, ist unfassbar. Das geht mir alles derart gegen den Strich . . . . . ich bin soooo froh wenn das vorüber ist. Sollte ich dann tatsächlich irgendeine Pflegestufe bekommen und damit eine Haushalthilfe wieder finanzieren können, hat es sich der bisherige Pflegedienst aber so was von verschissen. Bisher wurde pro Stunde ca. 17.80€ bezahlt. Das ist der Tarif des bisher zuständigen Amtes und das wurde alles direkt und ohne mich abgewickelt. In Zukunft kostet die gleiche Stunde erheblich mehr . . . ich bin ja kein Amt.  Aber das was ich dann bezahlen muss, bekommt mit Sicherheit ein anderer Pflegedienst. Sinn macht das alles nicht. Die Haushaltshilfe wird deutlich teurer. Am Ende spart hier niemand wirklich. Nur dieses „Amt“ ist am Ende nicht mehr zuständig. Ich werde einen erheblichen Aufwand an Dokumentationen und Nachweisen betreiben müssen. Das ist eine zusätzliche Belastung. Finanziell ändert sich, wenn ich eine Pflegestufe erhalte, für mich überhaupt nichts. Ich habe wohl dann nur zusätzlich die Aufgabe der Verwaltung, etc. Aber Hauptsache irgendein ein Amt ist wieder raus und spart.

 

Und jetzt erst mal genug geschimpft.

 

Meine nächste Reise rückt in Sichtweite. Das Ziel ist Malaga in Spanien. Dort verbringe ich ein paar Tage als Babysitter. Direkt am Meer. Mit Pool und allem Schnick und Schnack. Mit einer ganz entzückenden kleinen Dame, die ich bereits seit zwei Jahren kenne. Wir werden auf jeden Fall viel Spass haben und ich kann diesen ganzen Mist hier für ein paar Tage vergessen und wieder neu Kraft schöfpen. Und um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen. Das ist keine bezahlte Tätigkeit. Ich bekomme Reise und Unterkunft gestellt und hüte dafür die Lütte. Das ist mehr als großzügig und ich habe keine Uhr auf die ich sehen werde. Ich freue mich sehr über diese Einladung und das „Hüten“ wird mir ein Vergnügen sein.

 

 

Noch etwas ganz anderes.

Gabi und ich bloggen ja beide hier bei WordPress und wir haben einen gemeinsamen „Troll“ entdeckt. Wir wissen Beide schon länger um was und wen es sich handelt. Ein Mann der sich als Frau ausgibt und sich in Blogs z. B. krebskranker Frauen als Betroffene ausgibt . . .   das geht gar nicht. Wir sind auch nicht die Einzigen, welche dieser Troll besucht.  Bisher haben wir unser Wissen nicht gezeigt. Aber damit ist nun Schluss. Über die Pathologie eines solchen Menschen äußere ich mich hier nicht. Aber so ein Verhalten ist nicht in Ordnung und da muss man sich wehren. Da es ausreichend Nach- und Beweise gibt, werden wir Beide demnächst einen kleinen Ausflug in die Gegend um Lauf an der Pregnitz machen. Dann ist Schluss mit der Vortäuschung falscher Tatsachen. Alles ist dokumentiert und niet-und nagelfest. Witzig ist es ja irgendwie schon, dass genau diese Menschen, die glauben im Internet dauerhaft Andere hinters Licht führen zu können, viel zu wenig Ahnung und Wissen um die ganze Technik haben und sich dadurch fast immer selbst ausliefern und das Erkennen und Finden am Ende ganz leicht machen. Sie haben die Fährte fast immer selbst gelegt. Man kennt das ja von den diversen Polizeiberichten über deren Nachforschungen in ähnlichen Fällen. Mehr werde ich hier nicht darüber schreiben. Fragen dazu werden nicht beantwortet. Wir handeln.

Stand der Dinge

Alle aktuellen Befunde liegen jetzt vor. Es ist wie immer. Alles wächst im Schneckentempo, bisher ohne irgendwelche Konsequenzen. Natürlich wird aus einer noch so langsam wachsenden Metastase, im Laufe der Jahre, irgendwann, etwas bedrohliches. Aber noch ist dieser Zeitpunkt nicht erreicht.

Mein Onkologe will sich in den nächsten Tagen mal noch die CD´s mit den Aufnahmen ansehen und mit älteren Aufnahmen vergleichen. In den Befunden aus der radiologischen Praxis wird immer nur mit dem letzten Vorbefund verglichen. Da stehen dann jedes mal eben nur wenige Millimeter. Irgendwer muss das nun mal als Ganzes sehen und beurteilen. Ich sehe das nach wie vor, recht entspannt. Ich kann es nicht ändern. Ganz egal was da wie schnell oder langsam wächst und welche Konsequenzen es hat – es ist wie es ist.

An der sonstigen gesundheitlichen Situation hat sich nichts geändert. Ich schlafe nach wie vor, erheblich mehr, als mir recht wäre. Sämtliche Konzepte haben bisher versagt. Immer erst ein Mittel einschleichen, wenn es nichts bringt, wieder ausschleichen. Auf Dauer auch ziemlich nervig. Vor allem, wenn das alles so überhaupt nichts bringt.

Es stellt sich natürlich immer mal wieder die Frage, ob ich das einfach akzeptieren muss, weil mein Körper ja doch einiges zu wuppen hat. Der Onkologe meint Nein. Ich selbst habe noch eine Einstellung gefunden. Mich nervt diese dauernde Pennerei und Müdigkeit.

Jetzt kommen ein paar Wochen auf mich zu, die anders sein werden. Ganz ohne irgenwelche Pillen.

Zunächst bin ich wieder eine Woche an der Nordsee in Holland. Dank einer lieben Freundin. Fast schon ein jährliches Ritual. Ich freue mich sehr auf diese Tage. Es ist immer sehr entspannt, aber eben nicht verpennt 😊. Wir haben uns immer viel zu erzählen, gniessen das leckere Essen dort, sind viel an Strand und Meer und lassen einfach die Seele baumeln.

Eine Familie, deren jetzt vierjährige Tochter ich seit zwei Jahren immer mal hüte, wandert im August nach Spanien aus  (ein berufliches Angebot der Vaters ist der Anlass) Ich wurde jetzt gefragt ob ich für eine Woche dorthin kommen könnte/würde/möchte (die Gegend um Malaga). Die Eltern müssen schon arbeiten, aber die Kita ist noch zu. Ich habe mich schon über die Frage sehr gefreut, schnell alles rundum abgeklärt und zugesagt. Ich finde es spannend zu sehen, wie die Lütte sich dort einlebt und vielleicht kann ich es ihr ja ein ganz klein wenig einfacher machen.

Nochmal ein paar Tage am Meer, mit einer süßen Kleinen dabei . . .  gerne. Wir hatten hier immer viel Spass in der gemeinsamen Zeit und werden das dort mit Sicherheit auch haben. Ich habe mich sehr gefreut über dieses Angebot. Zeigt es mir auch, dass es da Vertrauen und einfach eine gute Basis gibt. Ich hatte ja nun leider auch schon andere Erlebnisse mit Eltern von Hütekindern und da freut mich das jetzt umso mehr.

 

Das ist auch so ziemlich das Einzige, was ich noch auf die Reihe bekomme:  meine Kinder-Termine. Da bin ich nicht müde, vergesse meinen ganzen Kram und habe einfach nur Spass. Auch wenn ich dann manchmal hinterher, wirklich fast stehend ko bin, diese Zeit ist die beste Zeit für mich.

Ähnlich unmüde war ich auch im letzten Jahr in Holland und so wird das auch diesmal wieder sein.

 

 

 

Was genau meine Müdigkeit verursacht ist nicht klar. Es ist auf jeden Fall KEINE Narkolepsie. Bei Narkolepsie schläft man unbemerkt und ungewollt und aus dem Stand ein.  Davon bin ich weit entfernt. Zum Glück (Nicht das auch noch). Für eine Depression habe ich nicht (mehr) wirklich die richtige Stimmung(en), bzw. auch ein recht normales Gefühlsleben. Daher haben die ausprobierten Antidepressiva auch keinerlei Wirkung gezeigt. Meine Blutwerte sind auch in Ordnung, also kein Eisenmangel oder ähnliches.

Selbstverständlich ist meine Gesamtsituation nicht gewöhnlich und nicht einfach. Aber die ist schon seit gut acht Jahren, so wie sie jetzt ist. Diese Müdigkeit habe ich aber erst seit Mail 2017 und angefangen hat es in Kombination mit einer Depression. Die Depression ist weg, nur die Schlaferei ist geblieben und will einfach nicht wieder verschwinden. Das Einzige was neben der elenden Pennerei noch geblieben ist, ist die Antriebslosigkeit. Ich bekomme nix auf die Reihe. Nur das was ungedingt muss und eben meine Kinder-Termine.

 

Jetzt stehen erst mal Reisen an. Danach kann ich mich wieder um meine Probleme kümmern. Bis dahin geniesse ich so gut es geht: Sommer, Sonne, Strand und Spaß

Rheuma // Fibromyalgie

Heute will ich mal ein wenig über Rheuma schreiben und ein paar Dinge erklären und klarstellen. Das gilt auch für Fibromyalgie, weiter unten.

Da gibt es leider sehr viel Unwissen. Ich versuche das so einfach wie möglich zu erklären. In Wirklichkeit ist dies ein riesen grosser Fachbereich mit sehr viel Wissenschaft und Forschung. Ich schreibe hier nur das, was man als normaler Mensch vielleicht darüber wissen sollte. So entfällt vielleicht der eine oder andere (überflüssige) Spruch, Betroffenen gegenüber.

 

Rheuma ist keine Krankheit. Rheuma hat absolut nichts mit dem Alter zu tun.

Rheuma ist ein Begriff für eine ganze Menge sehr unterschiedlicher Erkrankungen.  Diese Erkrankungen können Menschen jeden Alters bekommen. Vom Kleinkind bis zum Greis.

Diese Erkrankungen heißen zum Beispiel:  rheumatoide Arthrits, M. Bechterew, Lupus erythematodes, . . . . .

All diesen Erkrankungen liegt ein Fehler im Immunsystem zugrunde. D. h. die körpereigene Abwehr, greift körpereigene Substanzen an und  das geht immer mit mehr oder weniger schweren Entzündungen einher. Je nach Erkrankung.

Die Krankheiten unterscheiden sich durch die Art des angegriffenen Gewebes.           Z. B.  Bei rheumatoider Arthritis, werden Gelenkhäute und Knorpel der kleinen Gelenke angegriffen. Bei Lupus gibt es zwei Formen:   eine greift die Haut an, die Andere Organe. Und so betrifft jede rheumatische Erkrankung, einen anderen Bereich. Bei den kleinen Gelenken angefangen, bis zum Auge. . .(welcher Bereich bei welcher Erkrankung betroffen ist, kann man wunderbar im Netz lesen)

Daher ist auch klar, dass es nicht ein „Rheuma-Mittel“ geben kann.

Behandelt werden diese Erkrankungen stufenweise und nach Symptomen.

Bei starken örtlichen Entzündungen und Schmerzen versucht man es erst mit den sog. nicht steroidalen Mitteln (NSAR). Also so etwas wie Ibuprofen. Das soll die Schmerzen und die lokale Entzündung bessern.

Danach kommt die Behandlung mit Cortison. Das soll die generelle Entzündungsreaktion des Körpers reduzieren. Diese Behandlung birgt gewisse Risiken, benötigt absolute Zusammenarbeit und Aufklärung der Patienten.

Bei rheumatoider Arthritis gibt es auch noch operative Optionen, indem man z. B. die „befallenen“ Gelenkhäute entfernt. Oder ganze geschädigte Gelenke ersetzt. So gibt es bei der einen oder anderen rheumatischen Erkrankung, noch spezielle Therapie Optionen.

Die letzte Stufe medikamentöser Therapie, ist dann eine Chemotherapie. Sie soll die gesamte Abwehrreaktionen des Körpers einschränken. (bei einer rheumatischen Erkrankung, bei welcher eine Chemotherapie angewandt wird, wird im allgemeinen das Mittel MTX gegeben. Oft wissen die Patienten überhaupt nicht, dass es sich dabei um eine Chemotherapie handelt) Am Ende ist aber die Chemotherapie die einzige medikamentöse Therapie, welche auf dem Verlauf der Erkrankung Einfluß haben kann. Alle anderen medikamentösen Therapien richten sich (nur) gegen die Symptome und haben keinen Einfluß auf den Verlauf.

 

Die jeweilige Diagnose erhält man oft durch Blutuntersuchungen. Es gibt aber auch rheumatische Erkrankungen ohne eindeutige Blutwerte (seronegativ) Es gibt diverse Rheumafaktoren die im Blut nachgewiesen werden können, es gibt Entzündungswerte, Röntgenbefunde, Szintigrammbefunde und lokale Zeichen. Die Diagnose sollte aber von einem Fachmann erhoben werden. Ein Arzt anderer Fachrichtungen kennt sich  mit dem riesen großen Fachgebiet der Rheumatologie, meist nicht ausreichend aus.

 

 

Fibromyalgie findet man überall noch immer unter der Rubrik Rheuma. Das ist falsch.

Fibromyalgie ist keine entzündliche Erkrankung.

Bei Fibromyalgie wird keinerlei Gewebe geschädigt.

Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung.

Über Auslöser und Ursachen wird seit Jahrzenten mehr oder weniger erfolglos geforscht. Der einzig nachgewiesene Mechanismus, ist ein erhöhter Schmerzfaktor (P)  in der Rückenmarksflüssigkeit. Man nimmt an, dass durch langjährige Schmerzen (z. B. nach Schleudertrauma) das Schmerzgedächtnis und die Schmerzchemie im Hirn, manchmal durcheinander kommen können.

An den Stellen, an welchen Betroffene Schmerzen haben, ist absolut nichts in Unordung, geschädigt,  entzündet oder sonst irgendetwas. Diese Schmerzen sind, im Gegensatz zu vielen anderen Schmerzen, kein Warnzeichen des Körpers, sondern eine Fehlmeldung.

 

Fibromyalgie mit entzündungshemmenden Mitteln zu behandeln, oder gar mit Cortison, ist also völliger Unsinn. Schmerzmittel bringen oft rein gar nichts.

So lange Ursachen und Aulsöser nicht klar sind, ist eine Behandlung mit jeglicher Form von Medikament, eher ein Risiko als sinnvoll und ist nichts weiter, als Stochern im Nebel.

Da die Patienten aber Schmerzen haben, ist das Verlangen nach Medikamenten, natürlich immer groß. Da hilft nur Aufklärung.

Was auf Dauer, nachgewiesen und mehrfach überprüft, immer hilft, ist moderater Ausdauersport, regelmässige, mässige Bewegung. Das scheint die Schmerzchemie im Körper ein klein wenig in Ordnung zu bringen. Durch diese Art Bewegung, trotz Schmerzen und durch die Schmerzen durch, scheint das Gehirn (Schmerzgedächtnis) in gewisssem Maße von selbst zu verstehen, dass an den schmerzenden Stellen kein Schaden vorliegt und alles gut und normal funktioniert. Genau das, muss ein Arzt seinen Patienten richtig erklären, denn das Bewegen, trotz und durch Schmerzen, fällt nicht jedem leicht und das versteht auch nicht jeder sofort.

 

Die Diagnose Fibromyalgie, war eine zeitlang eine Mode-Diagnosen. Wenn ein Arzt nicht wußte was ein Patient wirklich hat und vielleicht auch nicht sehr kooperativ war, hat man einfach geschrieben, das ist Fibromyalgie und da kann man eh nix machen. Damit muss man eben leben. Oft gab (gibt) es dann einfach noch ein Rezept für irgendein Schmerzmittel dazu, oder, wenn es ganz dick kommt, auch für Psychopharmaka.

Die einzige wirkliche Option ist, den Schmerz möglichst zu ignorieren und sich ganz, ganz regelmässig, aber mässig (z. B. Walking) zu bewegen.

Die Diagnose Fibromyalgie ist erst mal eine Ausschlußdiagnose. Was bedeutet, dass eine entzündliche Erkankung ausgeschlossen wird (Blutwerte) und ebenso ein „Schaden“ vor Ort (Röntgen od. CT od. MRT) Wenn da absolut nichts gefunden wurde, muss ein richtiger Fachmann für Fibromyalgie befragt werden.

Der prüft die sogenannten Tender-Points. Da werden mit einem fest definierten Druck, etwa 28 Stellen geprüft. Wenn 11 oder mehr der vordefinierten Stellen positiv sind, gibt das die Diagnose Fibromyalgie. Alles andere ist Wahrsagerei. Nur dieses Gesamtpaket, ergibt eine glaubhafte Diagnose.

 

 

Ich selbst habe ca. 1997 die Diagnose Fibromylagie erhalten und 2001 die Diagnose rheumatoide Arthitis. Die  Fibromyalgie habe ich mit Walking in den Griff bekommen und gegen die rheumatiode Arthritis hilft mir heute meine Krebs-Chemo (die Jahre davor, Ibu und Cortison)