Aus dem Krankenhaus zurück

Die Operation ist am Montag erfolgreich durchgeführt worden.

Die Zyste war zwar ziemlich groß, konnte aber gut entfernt werden. Die umliegenden Strukturen wurden zum Glück nicht beschädigt. Das war das Hauptrisiko dieses Eingriffs. Es hätte passieren können, dass die Schutzschicht der verdrängten Nerven beschädigt wird und dann auch noch Hirnwasser ausläuft. Aber glücklicherweise, ist das alles nicht passiert.                                                                 An meinem Aufenthalt in dieser Klinik gibt es nichts auszusetzen. Das Personal war freundlich und kompetent. Man hatte als Patient nicht das Gefühl, ein Störfaktor zu sein. Das Essen war für Klinikessen auch völlig in Ordnung. Alle gemachten Absprachen wurden eingehalten. Also ich habe meinen Cortison-Tropf erhalten und war daher mit der Nebennierenrindeninsuffizienz, auf der sicheren Seite. Wobei ich bei allen Vorgesprächen diesmal jemand als Zeuge dabei hatte. Einfach zur Sicherheit.                                                                                                                                     Dass man dort im Bett keine Ruhe hat, liegt einfach daran, dass es eine Klinik und kein Hotel ist. Die mangelnde Ruhe war auch der Grund, warum ich mich sehr darum bemüht habe, möglichst schnell wieder entlassen zu werden. Da die Operation ohne Komplikationen gelaufen ist, die Wunde völlig reizlos und normal aussah, durfte ich zwei Tage nach der Operation wieder nach Hause. Jetzt muss ich ein paar Wochen ein bisschen aufpassen und kann das Thema dann wieder vergessen.                                                                                                                                     All die Schmerzen die diesen Eingriff  notwendig gemacht haben, sind weg. Jetzt wird Ende nächster Woche noch der Faden gezogen, dann kann ich entspannt das nächste Thema angehen.

Diese aufgetauchten Knoten, es sind wohl drei Stück, an unterschiedlichen Stellen am Rücken, haben vermutlich auch mit der Krebserkrankung nichts zu tun. Ich gehe davon aus, dass es um etwas wie Ganglion oder Lipom geht. Das ist eine ähnliche Körperreaktion wie diese gerade entfernte Zyste. (Hatte ich früher auch schon. Wurde auch immer erfolgreich entfernt)  Aber sie müssen eben raus und untersucht werden.                                                                                                                                      Wie ich die Herren und Damen Ärzte kenne, wollen die erst punktieren und dann entfernen, aber mal sehen, ob ich mich hier nicht auch wieder durchsetzen kann. Raus mit den Dingern, ohne vorherige Punktion. Da mein Körper eh schon voll mit Metastasen ist, macht dieser Zirkus mit einer Punktion nicht mehr wirklich viel Sinn. (Wenn man durch eine Punktion weiß um was es sich ganz genau handelt, muss man mit  einem entsprechenden Sicherheitsabstand entfernen, oder eben nicht)  Aber wie gesagt, das macht in meinem Fall nicht mehr wirklich viel Sinn. Aber Ärzte, speziell Chirurgen,  machen gerne alles, so wie sie es eben immer machen und weichen von üblichen Verfahren nur ungern ab. Sobald der Faden am Rücken raus ist, geht die nächste Ärzte-Runde los.

Bis Holland auf dem Plan steht, will ich das alles erledigt haben.  Ich will die Nordsee und Holland ohne Einschränkungen geniessen.

Es wird nicht langweilig.

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Aktuell – Rückenoperation

MRT-LWS

Der Termin wegen meiner Rückenschmerzen in der entsprechenden Krankenhausambulanz ist gut verlaufen.

Der Befund ist sehr deutlich und meine Beschwerden sind eigentlich schon daran zu erkennen, auch ohne dass ich viel erzählen muss.

Die Klinik operiert nur mit Mikroskop an der Wirbelsäule und den Nerven. Das war für mich ein absolutes Muss. Die Ärzte haben alle einen guten Eindruck gemacht und Übermorgen werde ich stationär aufgenommen und am Montag dann gleich operiert.

Ich bin sehr glücklich, so schnell diesen Op-Termin bekommen zu haben. Die Schmerzen hatten sich in den letzten Tagen so verstärkt, dass ich ohne den heutigen Termin, am Wochenende eh in eine Notaufnahme gefahren wäre. Schmerztechnisch ist nun ein Punkt erreicht, der nicht mehr tragbar ist.

Vor der Op habe ich keinerlei Bedenken oder Sorgen. Im Gegenteil. Ich habe die große Hoffnung, hinterher diese elenden Schmerzen weitgehend los zu sein.

Da diese Sache mit der Krebserkrankung absolut nichts zu tun hat, werde ich das Thema danach dann auch sehr schnell abhaken und vergessen können.

Sobald das erledigt ist, muss ich mir drei noch recht neu aufgetretene Knoten, auch am Rücken, entfernen lassen. Leider geht das nicht in einem Aufwasch. Die Zuständigkeit liegt bei unterschiedlichen Fachgebieten, daher muss das alles schön jedes für sich abgearbeitet werden. Diese Knoten sehen im Ultraschall aus wie Lipome. Also auch was absolut harmloses. Aber auch an blöden Stellen, an denen sie nicht bleiben können. Außerdem wollen die Ärzte natürlich sicher gehen, dass auch das nichts mit dem Krebs zu tun hat. Dazu muss man zumindest Teile davon, entfernen und untersuchen. Wenn man dann ganz genau weiß womit man es zu tun hat, kann über die Art und Weise der Entfernung gesprochen werden.

Die Ärztreise hat also leider mal wieder überhaupt kein Ende.

Aber jetzt erst mal der Rücken. Montag Op und wenn alles planmässig läuft, komme ich Donnerstag wieder aus der Klinik.

Also bis die Tage …..

Zurück // weniger schönes

Die vier Wochen in Thailand sind vorüber. Es waren aufregende, spannende, intensive und eindrucksvolle Wochen. Diese Zeit läßt sich nicht in ein paar Sätzen abhandeln. Dazu gibt es demnächst Einträge.

Heute melde ich mich erst mal wieder zurück. Ich wußte schon vor meiner Abreise, dass mein Roller nach meiner Rückkehr nicht einfach wieder laufen wird und ich dann eine neue Zündkerze einbauen und ihn wahrscheinlich mit Starthilfe unterstützen muss. Als ich das dann machen wollte, mußte ich feststellen, dass man mir mein gesamten Werkzeug gestohlen hat. Wirklich alles. Ich hatte nicht mal mehr einen Schraubenzieher. Auf meiner Terrasse stehen verschlossene Schränke. Dort bewahre ich alles was nicht Maschine ist, normalerweise auf. Der Werkzeugschrank war jetzt leer und ich war reichlich sauer.

Dank lieber Freunde wurden die notwendigsten Dinge beschafft, oder sind sozusagen unterwegs und ich konnte meinen Roller inzwischen wieder reparieren und nutzen. Dass ich dann auch gleich noch einen platten Reifen hatte, war schon fast logisch. Aber auch das konnte ich mit relativ geringem Aufwand wieder richten und bin daher auch wieder mobil.

Dann stand direkt nach meiner Rückkehr der Besprechungstermin des MRT meines Rückens an. Da sich der Rücken in der Zwischenzeit wieder eher verschlechtert hatte, war ich sehr gespannt auf das Ergebnis:

Ich habe in der Lendenwirbelsäule eine Zyste (Synovialzyste) Das muss operiert werden und hat mit dem Krebs nichts zu tun. Solche Zysten bilden sich als Schutzreaktion aus der Knochenhaut, wenn diese gereizt, oder überbelastet wird. Das kenne ich schon von meinem Hüftgelenk, der Hand, dem Ellenbogen, etc. Mein Körper scheint dazu zu neigen. Warum auch immer.

Das ist zwar wirklich nicht pralle, aber von allen Möglichkeiten, ist das eine, die relativ gut zu beseitigen ist. Klar ist eine Operation an der Wirbelsäule nicht gerade eine Kleinigkeit, aber eben immerhin eine Möglichkeit. Es muss ja wahrscheinlich nur die Zyste entfernt und nicht groß am Knochen rumgebohrt werden. Da sollte ich eigentlich auch schnell wieder fit sein.

Ende des Monats habe ich einen Termin in der mir von der Fachärztin empfohlenen Ambulanz eines Krankenhauses. Sollte dort mit Mikroskop operiert werden, hoffe ich auf einen baldigen Termin. Wenn dort ohne Mikroskop operiert wird, muss ein noch einen Termin in einer anderen Klinik machen und dann verzögert sich alles ein wenig. Aber ohne Mikroskop lasse ich niemand an meiner Wirbelsäule rumschnibbeln. Völllig egal wie überzeugt die selbst von ihrer Arbeit auch sein mögen.

Die Aussicht mit diesem Eingriff womöglich die meisten meiner Rückenschmerzen los zu sein, ist super. Damit hatte ich nicht gerechnet. Es war also eine gute Idee, diesen Rückenschmerzen doch mal etwas genauer auf den Grund zu gehen und Fachärzte dazu zu hören.

Auch wenn mein ganzer Körper voll mit Metastasen ist, kann ich und bekomme ich auch, alle möglichen anderen Erkrankungen. Das ist zwar nervig, aber immer noch die bessere Variation. Nicht alle Beschwerden sind immer auf den Krebs zurück zu führen, auch wenn Ärzte sehr dazu neigen genau das zu tun.

Das mit den Rückenschmerzen war wieder nur eine Art Bauchgefühl. Die Rückenschmerzen die ich seit Jahren habe, hatten sich vor ein paar Monaten irgendwie verändert. Ich kann das schwer beschreiben, aber es hat sich irgendwie anders angefühlt. Da wollte ich jetzt einfach wissen, was da genau in meinem Rücken vor sich geht. Es hätte auch sein können, dass sich durch die Metastasen da gerade ein Wirbelkörper verabschiedet. Wenn das passiert, kann man meist nicht mehr sehr viel tun. Aber man kann im Vorfeld versuchen das Schlimmste (den Rollstuhl) zu verhindern. Dass es nun einfach nur eine Zyste ist, bedeutet, dass es viel einfacher und überhaupt, zu beheben ist.

Ich werde versuchen, dieses Problem möglichst schnell beheben zu lassen und wieder fit zu werden.

Die Berichte über und zu dem Thailandaufenthalt und dem damit zusammenhängenden Thema Transgender, folgen noch. Jetzt ist erst mal der Rücken dran.

Erste Runde / Urteil / div.

Die erste Runde Feiertage ist vorbei. Für mich sind das weitgehend Tage, wie alle anderen auch. Ich kann an diesen Tagen nicht einkaufen, habe so gut wie keine Termine und es ist draussen so gar nix los. Aber das war es dann auch schon. Eigentlich wie an normalen Wochenenden, aber noch ruhiger.

Ich habe diese Tage jetzt deutlich besser verbracht, als im letzten und vorletzten Jahr. Es fühlt sich zur Zeit so an, als hätten sich die Probleme mit Schlaf und Antrieb, verbessert. Also auch ohne die Einnahme der vollen Dosis meines entsprechenden Medikamentes. Ich habe es nicht abgesetzt, aber ich benötige immer seltener die volle Menge und das fühlt sich nach Fortschritt an. Es gibt immer häufiger Tage, an denen mir die Erhaltungsdosis völlig ausreicht. Ich bin mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Wie erwartet, kam direkt vor Weihnachten, das schriftliche Urteil. Die Klage wurde abgelehnt und damit werden mir sämtliche Kosten angehängt. Das kenne ich ja schon von der Klage wegen des zerfetzten Knöchels. Eigentlich würde ich das Thema jetzt gerne einfach abhaken und vergessen. Da aber sowohl in der Verhandlung, als auch im Urteil, ganz klar zu sehen ist, dass da einfach etwas völlig anderes verhandelt wurde und ich nicht wirklich Lust auf diesen Papierkrieg wegen der Gerichtskosten habe, werde ich mich in den nächsten Tagen mit dem neuen, hiesigen Anwalt zusammen setzen. Ich höre mir an was er zu Aussichten und Chancen sagt. Danach entscheide ich, ob ich den Weg einer Berufung gehe, oder eben doch das Thema abhake. Lust habe ich absolut keine, mich weitere Zeit mit diesem Mist zu beschäftigen. Wie auch immer es weiter gehen mag – immer wenn ich an diesen gesamten Themenkomplex denke, ich bin so was von dankbar dass ich heute keine Harnleiterschiene mehr brauche und sich dieses Problem ganz einfach komplett in Luft aufgelöst hat. Es fühlt sich noch immer ein bisschen nach Wunder an und egal wie die Sache auch ausgeht, dafür bin und bleibe ich sehr, sehr, sehr . . . . dankbar. Wäre es wirklich um das gegangen, was ich geklagt habe, würde ich auf jeden Fall das Urteil akzeptieren. Aber irgendwo ist da in der Verständigung etwas völlig daneben gelaufen und es wurde ziemlich am Thema vorbei verhandelt.   Als Beispiel:   ich habe geklagt, weil vor jedem Eingriff schriftlich fixiert wurde, dass ich wegen der Nebennierenrindeninsuffizienz einen Perfusor mit 100 mg Cortison über 12 Stunden erhalte, ich aber immer ohne diesen Perfusor wach wurde. Vor Gericht wurde stundenlang darüber referiert, wieviel mg ich als Bolus (also auf ein Mal) und zu Beginn der Op erhalten habe. Dabei hätten mich noch so viele mg, zu Beginn der Op gegeben, nicht vor den Konsequenzen durch Schmerzen nach einigen Stunden später geschützt. Nach einem Schienenwechsel hatte ich jedes Mal, etwa 8 bis 12 Stunden nach der Op, Schmerzen. Die neue Schiene ruckelt sich sozusagen im Nierenbecken zurecht und das sind Nierenkolik ähnlich Schmerzen. Genau darum wollte ich ja dieses Gerät, welches mich über 12 Stunden, kontinuierlich mit Cortison versorgt.  Also das Gericht hat ganz offensichtlich über etwas komplett anderes gesprochen und dann auch entschieden. So wie beim Cortison, verhält es sich mit allen von mir kritisierten Punkte. Äpfel und Birnen.  Daher macht es wohl Sinn, sich nochmal zu beraten. Natürlich gibt es da wieder alle möglichen Fristen die zu beachten sind . . .  

Jetzt steht dann die zweite Runde Feiertage an. Diese Tage werden bei mir ähnlich verlaufen wie die vergangenen. Wie auch immer die Tage heißen.

Direkt danach, habe ich eine Karte für eine Veranstaltung auf die ich mich sehr freue. „Rock the Ballet, die Jubiläums-Tour“. Ich war vor ein paar Jahren schon mal bei einer Aufführung und bin sehr gespannt auf die neue Tour. Ich habe einen Platz, an dem ich alles gut sehe. Nicht zu nah und nicht zu weit. Bei Tanzveranstaltungen sitze ich nicht gerne ganz vorne, denn da hat man nicht den Blick auf das Gesamte. Zu weit hinten, ist ja bei fast keiner Veranstaltung wirklilch schön. Also ich freue mich sehr auf dieses Ereignis.

Denjenigen die in den nächsten Tagen feiern, wünsche ich viel Spaß dabei

Ich wünsche Allen einen guten Start in das nächste Jahr